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Zen-Meditation als Hilfe zur Bewältigung der Corona-Krise

Wie geht man im Zen mit solch einer Krise um?

Dazu eine kleine Zen-Geschichte: Ein Zen-Schüler bat: „Meister, ich bin noch ein Neuling im Zen. Zeigt mir den Weg!“ Meister Joshu fragte zurück: „Hast du schon gefrühstückt?“ „Ja!“ „Dann geh und wasch deine Essschale aus!“

Eine wunderbare Belehrung – auch für uns in der jetzigen Situation. Der Zen-Meister verweist darauf, einfach das zu tun, was gerade erforderlich ist. Du musst gerade viel arbeiten, weil du im Bereich der Grundversorgung tätig bist? Dann arbeite viel. Du musst momentan zuhause bleiben, und es gibt nichts zu arbeiten? Dann bleib zuhause und arbeite nicht. Du musst dich um deine Familie kümmern? Dann tue genau dies. Es ist nicht ratsam, sich von Ängsten und Sorgendenken wegreißen zu lassen. Sei lieber konstruktiv, tue, was gerade von dir gefordert wird, und wenn nichts gefordert wird, gib Ruhe und verweile in deiner Mitte – dabei hilft die Bauchatmung. So erweckst du in dir das große Vertrauen und strahlst dieses auch nach außen aus.

Mögen wir alle an dieser Krise reifen und erkennen, was wirklich wesentlich ist im Leben.

Buddha mit Mundschutz